Die Uni antwortet – und bricht Verhandlungen ab!

Die Antwort der Uni auf unseren offenen Brief:
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“Sehr geehrte Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Nachricht vom 13. Juli, die ich leider erst heute beantworten kann. Ihre Bewertung des Standorts am Dalheimer Weg habe ich zur Kenntnis genommen und werde den LBB sowie die Ministerien darüber informieren. Wie wir bereits in unseren Gesprächen deutlich gemacht haben, gibt es keine Möglichkeit des längerfristigen Verbleibs am Standort, der für das künftig gemeinsam von JGU und Hochschule Mainz zu nutzenden Medientechnikhaus gebraucht wird.
Über Möglichkeiten zur Herstellung von Räumen, die von der Studierendenschaft für Veranstaltungen auf dem Campus genutzt werden können, werden wir mit dem AStA und der Landesregierung weiterhin im Gespräch bleiben. Welche Möglichkeiten sich hieraus für die Aktivitäten Ihres Vereins ergeben werden, wollen Sie bitte wie bisher mit dem AStA als Ihrem möglichen Vertragspartner klären.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Waltraud Kreutz-Gers”
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Selten funktioniert Bürokratie schneller: nur wenige Tage nach der Veröffentlichung unseres offenen Briefes an die Kanzlerin kam Montag ihre Antwort. Diese ist leider ernüchternd. Wir werden de facto von den Verhandlungen ausgeschlossen und die Uni will sich nun mit dem AStA über mögliche “Veranstaltungsräume für die Studierendenschaft” unterhalten, die dann evtl. dem Verein zur Verfügung gestellt werden könnten.
Was genau das für uns bedeutet, werden wir in den nächsten Tagen noch diskutieren müssen. Fest steht: aus Gesprächen zwischen einer Unileitung, die uns weggentrifizieren will, und einem AStA, der teilweise aus Gruppen besteht, die in offener Feindschaft mit dem Mainusch stehen, kann für uns wohl nichts Gutes herauskommen.
Es bleibt spannend. Nach einem trägen trüb-regnerischen Sommer bahnt sich ein heißer Herbst an. Wir halten euch auf dem Laufenden!

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Offener Brief an die Kanzlerin

Hallo Leute,

sehr viele von euch fragen, wie das nun so aussieht mit dem Fortbestand des Mainuschs, den Verhandlungen mit der Uni usw. Daher ein Update an euch alle: die Uni hat uns vor einigen Wochen (mittlerweile wohl schon Monaten) bei den Gesprächen vage die Möglichkeit eines Ausweichobjektes am Dalheimer Weg (großer Uniparkplatz Richtung FH, da wo der Feldweg ist) erwähnt. Wir haben uns entschlossen, diese Möglichkeit auszuschließen. Die Gründe dafür entnehmt ihr unserem offenen Brief an die Kanzlerin. Schickt ihn gern weiter an Leute, AZs, teilt ihn bei Facebook, sprecht darüber mit euren Freund*innen und macht beim Kampf ums Mainusch mit!

Alles Liebe, wir sehn uns.
die Mainusch-Leute

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Sehr geehrte Frau Kreutz-Gers,

wir haben Ihnen am 27.06. mitgeteilt, dass der Dalheimer Weg für uns nicht als Alternativstandort für das Haus Mainusch in Frage kommt.

Wir möchten an diese Information anschließen und Ihnen im Folgenden einige Voraussetzungen nennen, die ein Ausweichobjekt und ein neuer Mietvertrag unserer Meinung nach erfüllen sollte. Dadurch erhoffen wir uns, den Prozess effizienter und für alle Seiten zufriedenstellender zu gestalten.

Zunächst möchten wir anmerken, dass unsere Priorität weiterhin darin besteht, das Haus Mainusch am aktuellen Standort zu erhalten. Wie wir Ihnen schon dargelegt haben, werden durch den Umzug fast 30 Jahre Geschichte von selbstorganisiertem Engagement verloren gehen. Das schließt zahlreiche Erinnerungen von Menschen an diesem Ort, aber
auch die Spuren dieser Menschen in Umbau, Sanierung und Renovierung ein. Das schließt die Kenntnis vieler Menschen von diesem Ort ein, die immer noch, wenn sie in Mainz sind den Weg dorthin finden. Das schließt die einzigartige Weise ein, wie dieser Raum als Zentrum nutzbar gemacht wurde und genutzt wird. Kein neues Objekt ist auf einer emotional-historischen Ebene mit dem aktuellen Ort vergleichbar.

Auch ein vergleichbar guter Standort mit Anbindung an den Campus, den AStA und die Stadt, konnten Sie uns in unseren bisherigen Gesprächen nicht in Aussicht stellen. Dieser ist jedoch essenziell für unsere Arbeit als Kommunikationszentrum.

Da Ihr Interesse jedoch im Bau des Medientechnikhauses an unserem Standort liegt, möchten wir Ihnen unsere wichtigsten Voraussetzungen für ein anderes Gebäude darlegen. Diese sind im Folgenden:

→ *Lage auf dem Zentralcampus* (Areal zwischen Dalheimer Weg, Albert-Schweitzer Str., Wittichweg und Staudingerweg) – wir sind ein Ort, der von vielen Studierenden genutzt wird. Von daher ist ein Objekt auf dem Campus für die Nutzer_innen des Haus Mainusch essenziell.

→ Mindestens gleiche Fläche mit gleichen Nutzungsmöglichkeiten – besonders ist hier die Möglichkeit der Einrichtung einer Küche als herausragend wichtig zu nennen.

→ Barrierefreier Zugang – insbesondere zu den Sanitäranlagen und Büro.

→ Ein freistehendes Gebäude mit einem gestaltbaren Außenbereich

Desweiteren sind uns einge Dinge in Bezug auf einen neuen Mietvertrag wichtig:

→ Ein Bleiberecht in dem neuen Projekt für mindestens 30 Jahre.

→ Ein nahtloser Übergang ist für das Bestehen des Projekts
unabdingbar.

→ Wir möchten zukünftig so früh wie möglich über Baupläne
informiert werden.

→ Wir möchten die Möglichkeit der Unterbringung von Gästen (bspw. tourende Bands) im Mietvertrag zugesichert bekommen – dies wäre beispielsweise in Form von einer kleinen Bauwagensiedlung vorstellbar.

→ Schließlich ist es uns wichtig über die Kosten des forcierten
Umzugs zu reden, für den zB mindestens ein LKW angemietet werden müsste, da der Verein selbst keinen besitzt. Weitere Kosten sind ebenfalls vorstellbar und können nicht vom Verein allein getragen werden.

Wir hoffen, diese Punkte unterstützen Sie bei der Prüfung von möglichen Ausweichalternativen.

Wir freuen uns über eine Rückmeldung Ihrerseits, gern in Form eines Terminangebots für ein Gespräch.

Gleichzeitig möchten wir Sie darüber informieren, dass dieses Schreiben in Form eines offenen Briefes von uns im Internet publiziert und auch an die Presse weitergeleitet wird. Wir haben in der letzten Zeit sehr viele Anfragen bezüglich der aktuellen Situation und den Aussichten der Verhandlungen erhalten – dem öffentlichen Bedürfnis nach Informationen möchten wir auf diesem Wege genüge tun.

Mit freundlichen Grüßen
das Haus Mainusch-Kollektiv

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Achtung – Burschenschaften auf dem Campus!

Besonders zu Semsterbeginn versuchen Burschenschaften für neue Mitglieder auf dem Campus zu werben.

Burschenschaften sind die reaktionärste Form von Studentenverbindungen. Sie sind männerbündisch organisiert, was den völligen Ausschluss von Frauen* bedeutet, außer zu Anlässen wie beispielsweise Bällen oder ähnlichem. Frauen* fungieren hierbei als schmückendes Beiwerk des verbindungsstudentisch organisierten Mannes*. Entstanden sind Burschenschaften im 19. Jahrhundert; sie waren ein maßgeblicher Teil der deutschen Nationalbewegung. Daher nehmen Burschenschaften häufig für sich in Anspruch, Vorkämpfer der Demokratie in Deutschland gewesen zu sein. Ihr Wahlspruch („Halt faß am Rich!“) verrät jedoch die Nähe der Germania zum Deutschen Kaiserreich. Zudem zeigen der Ausschluss von Frauen*, die strikte interne Hierarchie sowie die Deutschtümelei den sexistischen, nationalistischen und antidemokratischen Charakter von Burschenschaften.

„Nation“ wird in Burschenschaften völkisch-rassistisch verstanden:

Nicht der Pass bestimmt über die Nationenzugehörigkeit, sondern die Blutlinie. Die Idee des Volkes ist die eines monolithischen Gebildes, das sich gegenüber anderen Völkern territorial, kulturell und phänotypisch abgrenzt. Die Analogien zur Blut-und-Boden-Ideologie des Nationalsozialismus sowie zum sog. Ethnopluralismus der NPD liegen auf der Hand.

Burschenschaften folgen dem Lebensbundprinzip, das eine lebenslange Mitgliedschaft und keine Form des Ausstiegs vorsieht. „Alte Herren“ bilden Seilschaften zu den Studenten und sorgen für Schulungen, um Burschenschafter auf ihr nationalistisches bis rechtskonservatives Weltbild einzuschwören. Aussteiger aus Burschenschaften berichten von gezielter sozialer Isolierung der Neumitglieder, um sie enger an die Gruppe zu binden.

Es liegt an uns allen, die Rekrutierungsversuche der Burschis zu vereiteln. Abhängen, abkleben und entsorgen ihrer Propaganda ist der erste Schritt um sich an der Uni gegen Burschenchaften zu positionieren. (Aber Vorsicht: Es waren schon Rasierklingen hinter rechten Stickern angebracht zur Verletzung derjenigen, die sie abmachen wollten.)

Für Nationalismus und Männerbündelei darf weder auf dem Campus, noch irgendwo sonstwo auf der Welt Platz sein!

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Hallo Herr Dr. Krausch

Normalerweise lesen wir nicht Campus Mainz, deshalb hat es etwas länger gedauert, bis wir gesehen haben, dass wir mit der „geringe[n] Attraktivität des Campus“ in Verbindung gebracht werden.

Eine Auffassung, die uns ein bisschen traurig macht. Das Haus Mainusch ist ein Ort der Kultur, der Kommunikation. Also eigentlich sehen wir uns als sehr attraktiv an. Im Gegensatz zu all diesen hässlichen grauen Blöcken, die neu gebaut wurden hat das Haus Mainusch zudem noch Charme. Natürlich würden wir trotzdem nicht auf den Gedanken kommen Sachbeschädigung zu verursachen. Auf dem Campus gibt es immer schon Graffiti, und es wird sie wohl auch immer geben, wie überall sonst auch.
Vermutlich, weil Farbe und Gestaltung von Außenwänden Geschmackssache ist.

Uns ist in Ihrem Statement aufgefallen, dass nur “Haus Mainusch bleibt” Tags angesprochen werden. Ob das auch was mit Geschmackssache zu tun hat? Oder ob hier vermutet wird, dass Karies, Tesa, Rakis oder irgendwelche der vielen anderen Künstler_innen, auch Teil des Haus Mainusch sind? Schön wär’s.
Vielleicht haben Sie die auch einfach nur übersehen. Auf Wunsch können wir ein Album zusammenstellen mit den schönsten Wandbildern des Campus.

Wie Sie vielleicht (noch nicht) wissen, steht das Haus Mainusch für Selbstverwaltung, deswegen freut es uns ungemein, dass Sie Herr Krausch sich jetzt auch mit dem Gedanken des DIY anfreunden und die Studierendenschaft zum Campus putzen eingeladen haben. Falls sie noch nach dem passenden Putzmitteln suchen: Bei Aldi gibt es Nagellackentferner für 1,50€. Wir wollen das Uni-Budget nämlich ebenfalls so wenig wie möglich belasten. Deswegen unterstützen wir die Aktion CamPutz vollumfänglich und werden gerne daran teilnehmen und rufen auch die Menschen, die unser Haus besuchen dazu auf, fröhlich
und kreativ mitzumachen!

P.S.: Die angesprochene Verpflegung sollte vegan sein, sonst haben wir nicht genug Kraft den Putzschwamm zu halten.

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Hiermit erklärt sich das Haus Mainusch aber hallo mal solidarisch mit der Friedel 54!

Heute, am 31.03. läuft die Duldung der Friedel 54 in Berlin aus. Das bedeutet, dass ab jetzt jederzeit geräumt werden kann. Wir vom Mainuschkollektiv finden zum Kotzen wie die Stadt Berlin sich verkauft. Schon seit der Räumung der Mainzer Straße fragen sich Menschen vom und ums Mainusch, was ist denn los mit euch? Aber Hauptstadt schützt vor Kackscheiße nicht. Das gibt’s überall.

Don’t worry, its only Gentrification.
“Der Prozess der Gentrifizierung ist abgeschlossen, wenn die Bevölkerungsstruktur eines Stadtteils praktisch vollständig ausgewechselt worden ist.”
In Berlin sind über 10.000 Menschen Obdachlos. Mehr als 400.000 Menschen sind aktuell von der “Stadtaufwertung” Berlins betroffen. Die Friedel ist ein Kiezladen. Das ist Selbstverständnis und politischer Schwerpunkt. Inzwischen auch, weil die Friedel dazu gezwungen ist. Denn nach der Kündigung blieb nur die Besetzung. Dabei ist der Friedel 54 etwas gelungen, was vielen Projekten dieser Art nicht gelungen ist oder gelingt. Anwohner*innen zu helfen, dabei von ihnen nicht nur akzeptiert zu werden sondern auch Freundschaften zu entwickeln. Die Mieter*innen hab sich mit der Friedel solidarisiert und anders herum, dadurch konnte dem gnadenlosen Wohnungsmarkt in Berlin etwas entgegengesetzt werden. F54 ist ein Beispiel dafür, dass wir alle leben wollen und es sehr wohl möglich ist, “Bürgis”, “Stinos”, “Normalos” zu erreichen und mit ihnen etwas zu erreichen. Wenn eine radikale Linke eben dieses auch ist und nicht nur sein möchte, wenn Anarchismus kein Riotpornprojekt ist, wenn es scheißegal ist ob du “Szenestyle” hast und wenn du da mitmachen willst, dann geh mal hin.
In der Friedel ist es schön, außerdem gibt es zwei Tischkicker. Mach dich doch selbst kaputt Berlin!
https://friedel54.noblogs.org/…/…/finanzielle-unterstutzung/

In einer Welt der Verdrängungsprozesse bleibt uns nur die Solidarität und der gemeinsame Kampf. Friedel bleibt, Haus Mainusch sowieso.

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Stellungnahme zur aktuellen Situation

Ende Januar 2017 kündigte die Universitätsleitung den Mietvertrag des Haus Mainusch.
Das Haus Mainusch ist ein schon seit 1988 bestehendes selbstverwaltetes Kultur- und Kommunikationszentrum. Die Kündigung kam für die Nutzer*innen unerwartet. Noch im letzten Jahr sah das Präsidium angesichts des auslaufenden Vertrags keinen Gesprächsbedarf. Das Bauvorhaben für das Medien/Technikhaus, von der Universitätsleitung als Kündigungsgrund angeführt, besteht jedoch mindestens seit 2012.

Im Sommer 1988 wurde auf dem Unicampus das ehemalige Professorenhaus im Staudingerweg besetzt. Kurz darauf vermietete die Uni das Gelände dem AStA, der es einem für die Nutzung gegründeten Verein überließ. Dieser Vertrag blieb bis 2012 bestehen. Den Nutzer*innen des Haus Mainusch gelang es durch lange Verhandlungen zwar einen neuen Mietvertrag herauszuschlagen, allerdings bloß mit einer vorläufigen Laufzeit von 5 Jahren inklusive Mieterhöhung.
Auf Anfragen zu Gesprächen über die Zukunft des Mietverhältnisses ging die Uni Mitte 2016 nicht ein. Bei einem Telefonat mit der Immobilienverwaltung gab es die Aussage, dass alles weiter bestehen bleibe. Daher gingen die am Haus Mainusch mitwirkenden Studierenden zunächst davon aus,dass sich auch dieser Vertrag automatisch verlängern würde. 

2015 schon wurde das Wohnheim Inter I auf dem Nachbargrundstück zum Haus Mainusch geräumt. Es war das letzte mit dem BAFöG-Mietsatz bezahlbare Wohnheim in Mainz und neben dem Inter II der einzige studentische Wohnraum auf dem Unicampus. Hiermit wurden die ersten Pläne des Landesbetriebes LBB und der Universität für das Medien/Technikhaus umgesetzt. Gleichzeitig bedeutete dies die Verdrängung der Studierenden des Inter I vom Uni-Campus. Aktuell wurde jedoch festgestellt, dass sich das Bauvorhaben in dem ehemaligen Wohnheim nicht realisieren lässt. Als Ergebnis benötigt die Uni jetzt auch das Gelände des Haus Mainusch.
Zuvor war nur das Gelände des Wagenplatzes im Gespräch. Das Medien/Technikhaus ist bei weitem nicht das einzige millionenschwere Bauprojekt auf dem Campus. Im Zuge ihrer Exzellensbestrebungen ist die Universität dabei, jede Ecke des Campus grund zu sanieren. Die Prestigeprojekte führen nicht zum ersten Mal zur Verdrängung selbstverwalteter und oder kostengünstigerr Infrastruktur.

Im Januar übermittelte der AStA den Nutzer*innen des Haus Mainusch die Ankündigung der Unileitung, den Vertrag nicht verlängern zu wollen. Die Unileitung sei aber zu einem Gespräch bereit. Das darauf folgende Treffen war in keiner Weise ergebnisoffen. Die Unileitung legte ihre Pläne dar, Bürogebäude und Medien/Technikhaus genau auf dem Standort des Haus Mainusch zu platzieren. Den von uns vorgebrachten Argumenten für den Erhalt des Kultur- und Kommunikationszentrums an genau diesem Ort wurden dabei kein Gehör geschenkt.

Auf Grund seiner Symbolkraft und Geschichte ist das Haus Mainusch weder ersetzbar noch austauschbar. Das Haus, sein Garten, der Anbau und das Gelände drumherum haben sich in fast dreißig Jahren Selbstverwaltung einzigartig weiterentwickelt. Hinter jeder räumlichen Anordnung im Haus Mainusch steckt ein Stück der Geschichte studentischer Selbstorganisation. Dass das Haus Mainusch bis heute an eben diesem Ort weiterbesteht und immer noch selbstverwaltet ist, bedeutet für seine Nutzer*innen eine dauerhafte Auseinandersetzung mit und Wertschätzung seiner Geschichte. Kein alternativer Standort könnte das Haus Mainusch als Ort studentischer Arbeit, der gleichzeitig mit Leben und einer Vielzahl selbstorganisierter Verantstaltungen gefüllt ist, ersetzten. Neben dem AStA-Gebäude und der Mensa gelegen ist das Haus Mainusch auch gleichzeitig eine Alternative zu beiden: es bietet den Nutzerinnen und Nutzern sowohl die selbstbestimmte Beteiligung an politischer Mitsprache auf dem Campus, als auch eine niedrigschwellige Anlaufstelle.

Wegen der intransparenten und unkommunikativen Haltung der Uni in Bezug auf den Mietvertrag des Haus Mainusch, mussten sich die Nutzer*innen zunächst darüber klar werden, ob weitere Gespräche überhaupt sinnvoll erscheinen. Die Intransparenz bezüglich der baulichen Veränderung und Umstrukturierung des Unicampus ist kein neues Phänomen. Sie bedroht nun zum wiederholten Male selbstorganisierte und kostengünstige studentische Infrastruktur, die sich noch bis vor wenigen Jahren auf dem Campus der Uni Mainz gehalten hatte. Wir, die Nutzer*innen des Haus Mainusch haben nun aus diesem Grund die konkreten Baupläne sowohl für unser Grundstück als auch für den gesamten Campus gefordert. Die Offenlegung der Pläne ist nicht nur im Rahmen des Fortbestehens des Haus Mainusch von Bedeutung, sondern allgemein im Interesse aller Studierender. Wir wünschen uns mehr Mitsprache und Transparenz bei der baulichen Umgestaltung und Veränderung des Campus. Sie darf nicht in die Verdrängung der letzten, weniger profitorientierten Orte auf dem Unicampus münden.

Wir sind bereit weitere Gespräche zu führen. Klar ist jedoch: Mainusch muss bleiben!
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