Solierklärungen vom Haus

Hiermit erklärt sich das Haus Mainusch aber hallo mal solidarisch mit der Friedel 54!

Am 31.03.2017 läuft die Duldung der Friedel 54 in Berlin aus. Das bedeutet, dass ab jetzt jederzeit geräumt werden kann. Wir vom Mainuschkollektiv finden zum Kotzen wie die Stadt Berlin sich verkauft. Schon seit der Räumung der Mainzer Straße fragen sich Menschen vom und ums Mainusch, was ist denn los mit euch? Aber Hauptstadt schützt vor Kackscheiße nicht. Das gibt’s überall.

Don’t worry, its only Gentrification.
“Der Prozess der Gentrifizierung ist abgeschlossen, wenn die Bevölkerungsstruktur eines Stadtteils praktisch vollständig ausgewechselt worden ist.”
In Berlin sind über 10.000 Menschen Obdachlos. Mehr als 400.000 Menschen sind aktuell von der “Stadtaufwertung” Berlins betroffen. Die Friedel ist ein Kiezladen. Das ist Selbstverständnis und politischer Schwerpunkt. Inzwischen auch, weil die Friedel dazu gezwungen ist. Denn nach der Kündigung blieb nur die Besetzung. Dabei ist der Friedel 54 etwas gelungen, was vielen Projekten dieser Art nicht gelungen ist oder gelingt. Anwohner*innen zu helfen, dabei von ihnen nicht nur akzeptiert zu werden sondern auch Freundschaften zu entwickeln. Die Mieter*innen hab sich mit der Friedel solidarisiert und anders herum, dadurch konnte dem gnadenlosen Wohnungsmarkt in Berlin etwas entgegengesetzt werden. F54 ist ein Beispiel dafür, dass wir alle leben wollen und es sehr wohl möglich ist, “Bürgis”, “Stinos”, “Normalos” zu erreichen und mit ihnen etwas zu erreichen. Wenn eine radikale Linke eben dieses auch ist und nicht nur sein möchte, wenn Anarchismus kein Riotpornprojekt ist, wenn es scheißegal ist ob du “Szenestyle” hast und wenn du da mitmachen willst, dann geh mal hin.
In der Friedel ist es schön, außerdem gibt es zwei Tischkicker. Mach dich doch selbst kaputt Berlin!
https://friedel54.noblogs.org/…/…/finanzielle-unterstutzung/

In einer Welt der Verdrängungsprozesse bleibt uns nur die Solidarität und der gemeinsame Kampf. Friedel bleibt, Haus Mainusch sowieso.

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GATHER & RESIST: Solidaritäts- & Aktionstage für das AZ Köln
28.06. – 07.07.2013 Autonomes Zentrum Köln-Kalk
Wir, die Aktiven des Haus Mainusch, solidarisieren uns mit dem akut räumungsbedrohten AZ Köln und rufen dazu auf, sich zu informieren und sich, in welcher Form auch immer, neben der KEIN TAG OHNE Kampagne an den Solidaritäts- und Aktionstagen zu beteiligen.  Für mehr Disteln im Beton!

Aufruf des AZ Köln:

YES, LET’S SQUAT AGAIN
Gefangen in Verträgen, Verordnungen und Vorschriften – machen wir uns frei davon.

Wenn der Mietvertrag für ein autonomes Zentrum gekündigt wird, kommen wir* unserer Selbstbestimmung ein Stück näher. Der Aufstand wird greifbar, wir* spüren diese kommende Wärme, als ob erstarrte Hände kribbelnd wieder zum Leben erwachen. Wir beschweren uns nicht mehr, dass in der uns aufgezwungenen Gesamtscheisse kein Raum für Strukturen gelassen wird, die den bestehenden Verhältnissen etwas entgegensetzen wollen. Wir erkennen, dass unsere Politik, Kunst und Kultur erkämpft werden muss, da sie den Interessen der herrschenden Klasse sowieso messerscharf entgegensteht…

Das AZ Köln war in den vergangenen Jahren Kristallisationspunkt unserer Debatten und Kämpfe – so soll es weitergehen. Die Ideale, die in diesem Haus spürbar waren und sind, für die in diesem Haus gestritten und gefeiert, diskutiert und gearbeitet wurde, sind von keinem starren Gebäude abhängig. Ein Gebäude ist nur ein kleiner Raum in einer Welt voller Gewalt und Unterdrückung – aber wir wollen nicht nur dieses Gebäude, sondern eine andere Welt.

Die Verteidigung eines geliebten Projekts kann symbolisch hierfür sein, oder auch der Anfang einer neuen Welle von Besetzungen und Versuchen einen aufständischen Alltag herbeizuführen.

Der Angriff auf das AZ in Köln findet nicht im luftleeren Raum statt, sondern ist Ausdruck für die alltäglichen Bedrohungen, unter denen selbstverwaltete, libertäre und emanzipatorische Projekte nicht erst seit heute leiden. Diesem Angriff wollen wir nicht in reiner Abwehrposition entgegenstehen, sondern immer wieder Risse in der Idee der konsumierten und diktierten Stadt erzeugen. Bereits vorhandene Risse mit Leben füllen – Distel im Beton!

Flyer GATHER & RESIST zum ausdrucken und verteilen
Weitere Infos auf >> keintagohne.az-koeln.org  &  gatherandresist.tk  (inkl. english version)

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Solidaritätserklärung mit dem AZ-Köln
Wir, die Aktiven des Haus Mainusch in Mainz, solidarisieren uns mit dem AZ-Köln, welches nun nach mittlerweile drei Jahren des Bestehens wieder in seiner Existenz bedroht ist!

Zum 30.06.2013 läuft die dreimonatige Kündigungsfrist des durch die Stadt Köln gekündigten Nutzungsvertrages des Autonomen Zentrum in Köln-Kalk aus. Deshalb ruft das AZ-Köln nun über alle Grenzen hinaus zur KEIN TAG OHNE Kampagne zum Erhalt des Autonomen Zentrum auf! Bis zum 30.06. – und danach erst recht – bietet die Kampagne ein umfangreiches und vielfältiges Programm mit den verschiedensten Aktionsformen, um das AZ zu retten.

Wir solidarisieren uns mit dem AZ-Köln und rufen ALLE dazu auf, sich zu informieren und sich, in welcher Form auch immer, an der KEIN TAG OHNE Kampagne zu beteiligen und zusammen den Erhalt des Autonomen Zentrum zu sichern!

Kein Tag ohne Autonomes Zentrum!
Flyer KEIN TAG OHNE zum ausdrucken und verteilen

Weiter Infos auf >> keintagohne.az-koeln.org

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Solidaritätserklärung mit dem IVI
Wir, die Aktiven im Kommunikationszentrum Haus Mainusch in Mainz, solidarisieren
uns mit dem IvI. Wir finden, dass ein selbstorganisierter Raum, wie das IvI, unter allen
Umständen erhalten werden muss. Wir wissen um die Notwendigkeit von Räumen, die
den Anspruch erheben, Menschen unabhängig ihres Geschlechts, ihrer Herkunft,
ihres Alters oder ihrer Sexualität die Möglichkeit zu geben, sich so frei wie
möglich von gesellschaftlichen Zwängen selbst bestimmt zu bewegen.

Da die Zukunft des Haus Mainusch als emanzipatorisches Projekt ebenfalls bedroht
ist, macht es uns wütend, dass mit dem IvI schon wieder ein Freiraum in seiner
Existenz bedroht wird. Darum möchten wir allen am Kampf um das IvI beteiligten
Personen unsere Verbundenheit ausdrücken.

Zudem bietet das IvI als Veranstaltungsort ein emanzipatorisches und
anspruchsvolles politisches und kulturelles Programm, das aus unserer Sicht
nicht nur in Frankfurt, sondern in der ganzen Rhein-Main-Region, einzigartig ist.

Deshalb sehen es als wichtig an hier unsere Solidatrität auszudrücken.

One struggle one fight! Mainusch bleibt! IvI bleibt!

Weitere Infos auf >> ivi.copyriot.com

Solidaritätserklärung mit der Zelle
Die Aktiven des Haus Mainusch solidarisieren sich mit Kulturschock Zelle, einer einzigartigen kulturellen Alternative in der kleinen schwäbischen Großstadt Reutlingen.Infos zur Gefährdung des Projekts:”Die Stadtverwaltung Reutlingen will selbstverwaltete Jugend- und Kulturarbeit in Reutlingen unmöglich machen. Über verschiedene Wege versucht die Stadtverwaltung die Zelle anzugreifen.
Seit Gründung der Zelle wurden wir mehr und mehr aus dem Stadtzentrum in unattraktivere und abgelegenere Stadtteile verbannt! Ist das Zufall? Nein! In Reutlingen gehört die Verdrängunspolitik gegenüber allem, was nicht ins „saubere Stadtbild“ passt, seit längerem zum guten Ton. Die Stadtverwaltung versucht Probleme durch Verbote zu lösen, verlagert diese dadurch aber nur. So führte das nächtliche Aufenthalstverbot im Reutlinger Stadtpark (Pomologie) nicht dazu, dass sich die nachtaktiven Menschen in Luft auflösten.

Raumsuchend kamen deshalb einige von ihnen für ihre abendlichen Aktivitäten in die Umgebung der Zelle. Für die daraus entstehenden Probleme, wie betrunkene und laute Menschen, will die Stadtverwaltung jetzt die Zelle verantwortlich machen. Allerdings fragen wir uns, was wir als Zelle dafür können, wenn sich Personen auf dem Zellegelände mit mitgebachtem Hartalk betrinken.
Wenn die Stadtverwaltung ihre Probleme lösen will, indem sie Verbote erlässt und sich die Probleme dann nur verlagern, ist das eine unverschämte Masche die Probleme anderen in die Schuhe zu schieben – das lassen wir aber nicht auf uns sitzen!
Die größte Unverschämtheit ist allerdings, dass die Stadtverwaltung, genauer das Ordnungsamt, eine Verfügung erlassen hat, die die Zelle dazu zwingen soll eine Gaststättenkonzession zu beantragen.
Wir sind aber weder eine Discothek noch eine Gaststätte und schon gar kein profitorientiertes Gewerbe! Zudem ist die Gaststättenkonzession nichts als ein Vorwand die Zelle irgendwie „unter Kontrolle“ zu bekommen und somit die Selbstverwaltung zunichte zu machen.
Dies unter dem Deckmantel einer Konzession zu versuchen ist nicht nur eine Frechheit sondern auch nicht mit uns zu machen!

Wir werden uns nicht durch irgendwelche vorgeschobene Gründe in einen rechtlichen Rahmen zwängen lassen, der für uns nur Nachteile bringen wird und keine konkreten Probleme löst!

Nicht nur, dass es für uns als unkommerzielles selbstverwaltetes Jugendhaus einfach nicht möglich ist, Anforderungen, die an eine Gaststätte gestellt werden, umzusetzen – wir wollen auch nicht als eine „stinknormale“ Gaststätte eingeordnet werden.
Zu alledem kommt noch, dass die Beantragung einer Konzession, sprich dem Anmelden eines Gewerbes, unseren Status als annerkannter Träger außerschulischer Jugendbildung gefährdet!
Die Stadtverwaltung behauptet zwar, dass eine Konzession keinerlei Nachteile für uns hätte, aber das ist aus unserer Sicht einfach falsch! Im Jugendbildungsgesetz steht in den Grundsätzen zur Anerkennung eindeutig, dass Träger nicht gewerblich arbeiten dürfen.
Seit Beginn dieses ganzen Verwaltungsaktes haben um unser Gelände auch verstärkt Polizeikontrollen stattgefunden. Zu werten ist dies als böswilliger Versuch die Zelle für unsere Besucher unattraktiv zu machen. Wir fordern die Polizei auf, dies in Zukunft zu unterlassen!

Die Zelle ist nicht durch einen Verwaltungsakt der Stadt Reutlingen enstanden und sie wird auch nicht durch einen solchen verschwinden!

Wir fordern die Stadtverwaltung auf, die Verfügung zurückzunehmen!
Finger weg von selbstverwalteten Jugendzentren!
Solidarisiert euch mit der Zelle!

Weitere Infos auf >> kulturschock-zelle.de

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