Soli

Hier wollen wir jede Woche ein Projekt vorstellen, welches wir für unterstützenswert halten und damit zur Solidarität und Unterstützung der vorgestellten Projekte aufrufen! Informationen zu dem aktuellen Soli-Zweck hängen dann auch immer auf einer Infotafel an der Theke im Haus Mainusch aus und sind bei allen öffentlichen Veranstaltungen im Haus einzusehen. Gerne könnt ihr uns auch immer direkt an der Theke auf den aktuellen Soli-Zweck ansprechen oder uns einfach eine E-Mail an hausmainusch[at]riseup[.]net schreiben, um mehr Infos über die von uns vorgestellten Projekte in Erfahrung zu bringen…

AKTUELL:

 Sind nicht nur Semesterferien, das Haus muss auch (hoffentlich) kurzfristig, wegen Geldknappheit die Soli einstellen. Informiert euch auf den Plena, wies weitergeht.

BISHER:

06.06. – 12.06.2013
Autonomes Zentrum Köln-Kalk

23.05. – 05.06.2013
Syrena Squat in Warschau braucht Unterstützung!
“Syrena – ein autonomes Projekt in der Wilcza 30 in Warschau (Polen). Es versteht sich als ein Zentrum der Unterstützung für die Einwohner_innen Warschaus: inmitten von kommerziellen Angeboten und exklusiven Restaurants haben wir einen Ort geschaffen, der für alle offen ist, egal wie viel Geld sie haben. Es gibt unter anderem eine Nähwerkstatt, Siebdruck, Dunkelkammer, Bibliothek, Umsonstladen, Mal- und Kunstwerkstatt, sowie einen Proberaum und eine offene Küche.

Syrena ist ein Treffpunkt, ein Ort an dem es Filmvorführungen und Vorträge gibt. Wir bieten die Basis für die warschauer Food Coop – eine offene Genossenschaft, die lokale und saisonale Lebensmittel direkt von den Landwirt_innen kauft und damit einen fairen Austausch zwischen den Produzierenden und Konsument_innen fördert. An jedem Wochenende laden wir herzlich zur WoKu (Wolna Kuchnia – freie Küche), einem veganen Essen gegen freie symbolische Spende, ein.

Das Syrena-Kollektiv führt direkte Interventionen im Zentrum sowie anderen Teilen Warschaus durch: wir konfrontieren die Stadtpolitik und die privaten Investor_innen, die auf der Jagd nach Profit das Recht der Einwohner_innen auf die Stadt außer Acht lassen. Wir holen uns die Stadt auf verschiedenen Ebenen zurück: von direkten Aktionen, über Blockaden von Räumungen bis zur Unterstützung von Mieter_innen, Migrant_innen und über sog. “Müllverträge” eingestellten Arbeiter_innen.

Wir haben ein verlassenes Mietshaus besetzt, um es wieder instand zu setzen und den Geist des kreativen Widerstands gegen die Stadtpolitik, die Einwohnende wie Waren behandelt, in die Nachbarschaft zu tragen.

Wir verachten sämtliche politischen Parteien und lehnen die Teilnahme an der Pseudodemokratie, deren Ziel es ist, die illusorische Diktatur weitere Jahre aufrechtzuerhalten, ab. Wir gehören keiner Organisation an – stattdessen regen wir die Selbstorganisierung der Einwohnenden an, damit sie sich in jeder Straße vereinen und Einfluss auf die Mitgestaltung ihrer Stadt und der Politik gewinnen.

Nun brauchen wir eure Unterstützung!
Menschen aus dem Kollektiv betreuen einige Kinder aus der Nachbarschaft, die von ihren oft alkoholkranken Eltern vernachlässigt werden. Eines von ihnen musste neulich einer komplizierten Herz-OP unterzogen werden, die von der Krankenkasse nicht getragen wird. Es sind sehr hohe Kosten entstanden, die wir leider aufgrund der finanziellen Situation in der polnischen Szene leider nicht alleine tragen können. Wir sind auf Hilfe angewiesen und würden uns freuen, wenn ihr uns solidarisch mit dem einen oder anderen Euro unterstützen könntet. Danke schon mal dafür!”

Das Haus Mainusch vermittelt den Kontakt
Wenn ihr für das hier vorgestellte Projekt spenden möchtet, dann wendet euch unter hausmainusch[at]riseup[.]net an uns und wir vermitteln euch den Kontakt in das Syrena Squat nach Warschau oder kommt einfach bei der KüFa unter der Woche ab 12.00Uhr im Haus Mainusch vorbei und sprecht uns direkt an der Theke darauf an. Wir möchten euch helfen, damit ihr helfen könnt!

Weitere Infos zum Syrena Squat in Warschau bekommt ihr auch in englischer Sprache auf syrena-warszawa.blogspot.de

16.05. – 22.05.2013
Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V.
Der Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. bietet vor allem sogenannten “Nutztieren” und Hunden ein Zuhause, in dem sie artgerecht, ausbeutungsfrei und ohne jeglichen Nutzungsanspruch durch Menschen leben können.

Der Verein
Der Verein Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. wurde im März 2013 gegründet, dessen vorrangige Aufgabe die Unterstützung des Tierlebenshofes in Irmenach/Hunsrück ist. Dieser Schritt war aus Sicht des Vereins notwendig, um den Tieren mit eurer Hilfe ein dauerhaftes Zuhause bieten zu können und um im Notfall in der Lage zu sein, ein Tier auf dem Hof aufnehmen zu können. Der Verein brauchen Menschen, die bereit sind, sich für Lebewesen einzusetzen, die mit zu den Schwächsten in unserer Gesellschaft zählen und die gemeinsam mit dem Verein für diese Tiere sorgen wollen. Denn leider verursacht die Versorgung der Tiere auf dem Hof einen immensen finanziellen Aufwand, den der Verein nicht alleine stemmen kann.

Die Tiere
Momentan leben auf dem Hof Kühe, Schweine, Großpferde, ein Pony, Gänse, Kaninchen und Hunde. Alle diese Tiere kamen auf den Tierlebenshof, weil sie entweder geschlachtet werden sollten, nach Meinung ihrer Besitzer*innen nicht mehr “nutzbar” waren, aus schlechter Haltung befreit wurden oder einfach, weil keine*r sie haben wollte! Die Alternativen zum Tierlebenshof wären für die Tiere so unterschiedlich wie untragbar. Alternativ zum Leben auf dem Hof würde sie z. B. nach einem elenden, kurzen Leben in Mast- oder Milchbetrieben die Schlachtung erwarten oder sie würden
bis zu ihrem Lebensende in Tierheimen vegetieren. Ihr helft mit eurer Unterstützung, diesen Tieren ein gutes Zuhause zu bieten!

Deshalb:
- werdet Fördermitglied!
- werdet Patin/Pate für eines der Tiere des Lebenshofes!
- unterstützt den Hof mit Sachspenden!

Der Verein und vor allem die Tiere freuen sich über jede Hilfe!
Der Verein Tierlebenshof Hunsrück-Mosel e.V. ist vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt.

Weitere Infos bekommt ihr unter tierlebenshof.hunsrueck[at]gmx[.]de oder auf der Facebook-Seite des Vereins.

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09.05. – 15.05.2013
Auch 20 Jahre nach dem Brandanschlag von Solingen: das Problem heißt Rassismus!
Am 29.05.1993 starben in Solingen 5 Mitglieder der Familie Genç bei einem Brandanschlag. Beinahe zeitgleich wurde durch die sogenannte Drittstaatenregelung das Grundrecht auf Asyl in Deutschland faktisch abgeschafft. Beide Ereignisse jähren sich jetzt zum 20. Mal.

Der Solinger Brandanschlag geschah in einem von extremem Rassismus geprägten gesellschaftlichen Klima: Politik und Medien hetzten mit der Parole “Das Boot ist voll!“ gegen “Ausländer“ und bei den Pogromen von Hoyerswerda und Rostock-Lichtenhagen applaudierten “brave Bürger*innen“ der Nazigewalt, während Polizei und Behörden tatenlos zusahen. Rund 2.000 Menschen wurden 1992 Opfer rassistischer Gewalt; 17 Menschen wurden von Neonazis ermordet.

Auch in Solingen existierte eine extrem rechte Szene. Drei der vier Täter trainierten in einer Kampfsportschule, deren Leiter Bernd Schmitt Kontakte zur “Nationalistischen Front“ pflegte und Neonazis für Angriffe auf ihre politischen Gegner ausbildete. Seine Erkenntnisse über die rechte Szene verkaufte er an den Verfassungsschutz (VS), der ihn als V-Mann angeworben hatte.

Heute, 20 Jahre später, wird gegen die Terrorgruppe “Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) ermittelt. Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe ermordeten mindestens neun Menschen aus rassistischen Motiven, verübten zwei Anschläge in Köln und erschossen in Heilbronn eine Polizistin. Die Fahndungsbehörden ermittelten im “migrantischen Milieu“, denn die Existenz einer Naziterrorgruppe schien angeblich unvorstellbar – obwohl VS-Behörden auch in diesem Fall jahrelang Personen aus dem Umfeld des NSU-Trios als V-Leute bezahlt hatten.

Migrant*innen werden in Deutschland allerdings nicht nur durch militante Neonazis, sondern auch durch institutionellen und gesellschaftlichen Rassismus bedroht: Die Abschiebepolitik Deutschlands hat zahlreiche Menschenleben auf dem Gewissen und in den Talkshows wird gegen den angeblichen “Asylmissbrauch“ osteuropäischer Roma gehetzt – 20 Jahre nach den Morden von Solingen, 20 Jahre nach der Abschaffung des Grundrechts auf Asyl gründen sich wieder Bürgerinitiativen “gegen Asylantenheime“.

- Wir solidarisieren uns mit den Opfern von Rassismus und unterstützen Geflüchtete in ihren Kämpfen für das Recht zu leben, wo immer sie wollen!
- Wir fordern die Auflösung des Verfassungsschutzes und den sofortigen Stopp jeglicher Subventionen rechter Organisa­tionen durch staatliche Behörden!
- Das Problem heißt Rassismus! Fight Racism now!

Demo am 25.05.2013
Am 25.05.2013 findet deshalb eine bundesweite Demonstration in Solingen statt! All jene, die sich mit Grauen an die Brandanschläge der 1990er Jahre erinnern, die angesichts der Hinrichtungen durch den NSU Entsetzen empfinden und denen sich angesichts des alltäglichen Rassismus der Magen umdreht: Wir alle sind gefragt!

Spenden
Die Organisation der Aktivitäten rund um den 20. Jahrestag des Solinger Brandanschlages kosten Geld. Deshalb seid solidarisch und spendet!

Spendenkonto
Freie Medien
Kontonummer: 470834437
BLZ.: 36010043
Postbank Essen
Verwendungszweck: Solingen

Weitere Infos dazu findet ihr auf solingen93.org

solingen25052013

02.05. – 08.05.2013
Unabhängige Beobachtungsstelle “NSU-watch: Aufklären und Einmischen
Die rassistische Mordserie des National-sozialistischen Untergrunds (NSU) markiert eine Zäsur in der bundesrepublikanischen Geschichte.

Nur eine aufmerksame Öffentlichkeit kann – parallel zu den parlamentarischen Untersuchungsausschüssen und den Recherchen von Journalist*innen – den Druck erzeugen, der notwendig ist für eine wirklich umfassende Aufklärung.

Nur eine informierte Öffentlichkeit kann, wenn notwendig, intervenieren: durch außerparlamentarische und gegebenenfalls parlamentarische oder strafrechtliche Initiative.

Ein Dutzend antifaschistische Projekte aus Ost- und Westdeutschland haben eine unabhängige Beobachtungsstelle “NSU-wacht: Aufklären und Einmischen” gegründet. In der Beobachtungsstelle bündeln die Projekte u.A. ihr Wissen, ihre Recherchen und koordinieren die anfallende Arbeit.

Die Beobachtungsstelle hat folgende Aufgaben:
- die Begleitung, unabhängige Dokumentation und Bewertung des Strafverfahrens gegen den NSU und sein Umfeld.
- die Bereitstellung eigener Protokolle und Artikel auf Deutsch und auf Türkisch.
- die Begleitung, unabhängige Dokumentation und Bewertung der Arbeit der vier parlamentarischen Untersuchungsausschüsse im Bundestag und den Landtag Thüringens, Sachsens und Bayerns.
- unabhängige und unterstützende Recherche rings um die unterschiedlichen Komplexe der NSU-Mordserie.
- Öffentlichkeitsarbeit zu den oben genannten Bereichen.

Spenden
Angesichts des knappen Zeitfensters, der ungeheuren Materialmengen und der Verantwortung, die die Zivilgesellschaft dafür trägt, dass tatsächlich eine unabhängige Aufklärung stattfindet, bittet die unabhängigen Beobachtungsstelle “NSU-watch: Aufklären und Einmischen” euch um solidarische Unterstützung und Spenden!

Spendenkonto
apabiz e.V.
Kontonummer: 3320803
BLZ.: 10020500
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Beobachtung

Weiter Infos findet ihr unter nsu-watch.info

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